Jedes Kind weiß: Wälder sind wichtige Helfer im Kampf gegen den Klimawandel. Doch die Realität sieht leider anders aus. Die Wälder in Deutschland sind laut Bundeswaldinventur in
einem schlechten Zustand. Sie geben sogar mehr CO₂ ab, als sie speichern. Damit sich das ändert, brauchen wir einen natürlichen Waldumbau. Das bedeutet: Wir unterstützen die Natur dabei, neue
Bäume und Pflanzen selbst nachwachsen zu lassen. So entsteht langfristig ein gesunder und widerstandsfähiger Wald, der besser mit den Folgen des Klimawandels klarkommt. Um den Waldumbau
voranzubringen, muss das Jagdgesetz in Brandenburg reformiert und Waldbesitzer:innen gezielt unterstützt werden.
Doch nicht nur Wälder speichern CO₂. Auch Moore sind echte Klimaschützer – oft sogar noch viel stärker als Bäume. In Brandenburg sind jedoch 95 % der Moore trockengelegt. Dadurch
setzen sie mehr CO₂ frei als der gesamte Verkehrssektor (Klimaplan Brandenburg, Moorschutzprogramm Brandenburg). Dabei sind Moore nicht nur wichtige Speicher für
Treibhausgase, sie helfen auch, das Wasser in der Landschaft zu regulieren und schützen vor Hochwasser. Um Klima, Umwelt und Wasser zu schützen, müssen wir die Moore wiedervernässen – also das
Wasser zurück in die Moore bringen.
Wasser ist die Lebensgrundlage für alle Ökosysteme. Gerade in Brandenburg, wo es immer öfter lange Trockenzeiten gibt, sinken die Grundwasserstände, Seen trocknen aus und Flüsse
führen weniger Wasser. Um das zu verhindern, müssen wir dafür sorgen, dass möglichst viel Wasser in der Landschaft bleibt und langsam versickern kann. Nur so können wir den Wasserhaushalt
stärken, den Verbrauch senken und Wasser für alle gerecht verteilen. Denn Wasser ist eine kostbare Ressource – für Natur, Menschen und Wirtschaft.
Mit naturnaher Landnutzung und nachhaltiger Rohstoffgewinnung kann Brandenburg nicht nur die Natur schützen und Klimaschutz fördern, sondern auch neue
wirtschaftliche Chancen schaffen. So kann Brandenburg als Vorreiter zeigen, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stärke zusammenpassen.
Intakte und wiederhergestellte Moore werden im Hinblick auf den Klimaschutz immer wichtiger. Sie sind die effektive Kohlenstoffspeicher in unseren Landschaften und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Mit einem konsequenten Moorschutz lassen sich die Klimaziele besonders wirkungsvoll erreichen.
Zentrale Impulse des Klimabündnis' Brandenburg für einen brandenburgischen Moorschutz, der wirksam Treibhausgasemissionen senkt und gleichzeitig sozial gerecht für alle betroffenen Menschen ist, sind die Einrichtung eines "Moorschutzfonds", die Wiedervernässung landeseigener Flächen, die Beachtung wissenschaftlicher Grundlagen bei der Anhebung von Grundwasserständen, langfristige Planungen und die Umsetzung des Waldmoorschutzes.
Diese Impulse sind in einem Forderungspapier erläutert.

Wie können wir Wasser fair teilen und langfristig schützen?
Anlässlich der von der Landesregierung angestrebten Novellierung des Landeswassergesetzes lud das Klimabündnis Brandenburg am 18. November 2025 zu einem Dialogabend ins Haus der Natur in Potsdam ein. Es wurde deutlich, wie groß die Erwartungen und die Chancen sind, mit diesem Gesetz den dringend benötigten Kurswechsel im Umgang mit der knappen Ressource Wasser einzuleiten.

Innovationen für Wirtschaft und Natur in Brandenburg
Etwa 150 Akteur:innen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen mit dem Ziel, konkrete Lösungswege für nachhaltige Landnutzung, regionale Entwicklung und klimagerechte Wirtschaftspolitik zu diskutieren. Auf dem Programm standen spannende Impulsvorträge und Diskussionsrunden mit Expert:innen sowie vertiefende Formate zum fachlichen Austausch.
In Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Hanka Mittelstädt.

Gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis haben wir diskutiert, warum Moorschutz und -wiedervernässung in Brandenburg wichtig und was es dafür braucht.
Ein Gallery Walk mit Informationen aus Moorprojekten und Verbänden sowie Moor zum Anfassen und Schmecken rundete die Veranstaltung ab.
Auf dem Steubenplatz in Potsdam erhielt einer der jungen Bäume eine Informationsplakette, die seine zukünftige Rolle für das städtische Ökosystem erklärt und ihn in die europaweite Kampagne des
EU TreeTag Day einbindet.
Gleichzeitig kamen Klimabündnis und WoodUp mit Kandidierenden für den Landtag, Stadtverordneten und Zuständigen aus der Stadtverwaltung über Biodiversität in Potsdam ins Gespräch.
Titelbild: Flusslandschaft Stepenitz, © Fario e.V.