Die Wärmewende ist kein willkürlicher Zwang, sondern ein Generationenauftrag: Wir sind völkerrechtlich, europäisch und national verpflichtet, aus den fossilen Energien auszusteigen, damit kommende Generationen ebenso frei leben können.
Sie ist auch kein rein technisches Projekt, sondern umfasst ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen.
Im vom Klimabündnis Brandenburg in Auftrag gegebenen "Gutachten zur Notwendigkeit und zu den Herausforderungen der Wärmewende im Land Brandenburg" wir der Handlungsbedarf, die Auswirkungen, technische Optionen und soziale Herausforderungen beleuchtet und anhand dieser Empfehlungen für Politik und Verwaltung gegeben.
Zentrale Aussagen aus dem Gutachten:
Vor dem Hintergrund der erklärten Klimaziele des Landes Brandenburg und des Bekenntnisses zum Klimaplan im Koalitionsvertrag, weisen wir auf zentrale Lücken im Entwurf des Haushaltsplans 2025/26 hin.
Der Landnutzungssektor – Landwirtschaft, Forst- und Waldwirtschaft und Moorschutz – spielt eine Schlüsselrolle für die Erreichung dieser Ziele. Umso bedenklicher sind die vorgesehenen Kürzungen in genau diesen Bereichen. Auch in der Mobilität steht Brandenburg vor einem entscheidenden Wendepunkt: Wenn die Verkehrswende gelingen soll, muss sie jetzt entschlossen angeschoben werden. Stattdessen fehlen bereits heute Mittel für den ÖPNV und Radverkehr – mit spürbaren Auswirkungen vor Ort.
Intakte und wiederhergestellte Moore werden im Hinblick auf den Klimaschutz immer wichtiger. Sie sind die effektive Kohlenstoffspeicher in unseren Landschaften und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Mit einem konsequenten Moorschutz lassen sich die Klimaziele besonders wirkungsvoll erreichen. Aber: Die trockengelegten brandenburgischen Moorböden emittieren jährlich circa 7,2 Millionen Tonnen CO2- Äquivalente - das ist mehr als der gesamte Verkehr im Land.
Welche Impulse das Klimabündnis Brandenburg für einen brandenburgischen Moorschutz, der wirksam Treibhausgasemissionen senkt, und gleichzeitig sozial gerecht für alle betroffenen Menschen ist, notwendig erachtet, ist in einem Forderungspapier zusammengetragen.
In einem Positionspapier bewertet das Bündnis den Klimaplan Brandenburg, zeigt Stärken und Schwächen des Klimaplans auf und verdeutlicht, an welchen Stellen Nachbesserungsbedarf besteht. Das Bündnis stellt fest, dass die enthaltenen Maßnahmen oft gute Ansätze enthalten, jedoch insgesamt noch nicht ausreichen, um die im Klimaplan gesteckten Klimaziele zu erreichen. Das liegt einerseits daran, dass wenig Maßnahmen für nach 2030 definiert sind, und andererseits, dass die enthaltenen Maßnahmen wenige Zielvorgaben wie Jahreszahlen, Flächenbedarf oder konkrete CO2-Einsparungen enthalten und häufig zunächst Prüf- und Informationsaufträge enthalten.
Trotz dieser Mängel, begrüßt das Klimabündnis aber, dass Brandenburg nun eine Strategie für Klimaschutz hat. Die Zielvorgaben bis 2045 sind klar und nach Sektoren aufgeteilt. Alle Ministerien werden somit in die Pflicht genommen.